Präsentation

Trailer JNA 2019

Archäologietage in Europa

Seit 2010 beauftragt das französische Kulturministerium das Institut national de recherches archéologiques préventives (Inrap) mit der Koordinierung und Förderung der Nationalen Archäologietage (JNA).

Bei den JNA am dritten Juniwochenende arbeiten verschiedene Akteure im Bereich Archäologie zusammen, um die Schätze des Erbes und die Hintergründe dieser Disziplin der Öffentlichkeit näherzubringen.

2019 feiern die JNA ihrer zehnjähriges Bestehen. Um diese 10. Ausgabe mit einer möglichst breiten Öffentlichkeit zu begehen, öffnet Inrap diese Tage für alle europäischen Länder.

Diese drei Tage bieten die Gelegenheit, die europäische Öffentlichkeit für die Archäologie zu interessieren und sie mit ihren Herausforderungen vertraut zu machen. Durch originelle und festliche Veranstaltungen können Familien, Schüler, Studenten, Geschichtsinteressierte oder einfach nur Neugierige das archäologische Erbe entdecken. Besuche von Orten, die ausnahmsweise der Öffentlichkeit offen stehen (Ausgrabungsstätten, Forschungszentren, archäologische Sammlungsreserven...), Austausch mit archäologischen Akteuren (Archäologen, Forschern...), die zu einer Begegnung mit der Öffentlichkeit kommen, um ihren Beruf vorzustellen, spielerische und pädagogische Aktivitäten (Initiierungen in die Ausgrabungsarbeit, Vorführungen, Workshops...) sind Teil des umfassenden Programms, das anlässlich der Europäischen Archäologietage angeboten wird.

Video: Workshop zur Einführung in die Keramologie für Schulen; die Schüler graben Keramikfragmente aus, die zusammengesetzt werden, um schließlich das entstandene Objekt näher zu untersuchen.

Das Institut national de recherches archéologiques préventives (Inrap):

Das Institut national de recherches archéologiques préventives (Inrap) wurde durch das Gesetz über die präventive Archäologie von 2001 ins Leben gerufen und ist das einzige öffentliche Unternehmen, das für das gesamte Territorium und für sämtliche geschichtliche Epochen zuständig ist – von der prähistorischen Zeit bis heute.

Seit dreißig Jahren ist es auf verschiedensten Baustellen tätig: in städtischen, ländlichen und subaquatischen Gebieten sowie großen Erdaufschüttungen. Seine Rolle besteht darin, durch Forschung das archäologische Erbe zu bewahren, das von Raumordnungsmaßnahmen betroffen ist.

Als nationales Forschungsinstitut führt es jährlich rund 1.800 archäologische Diagnosen und 250 Ausgrabungen in Zusammenarbeit mit privaten und öffentlichen Raumplanungspartnern in Frankreich und Übersee durch. Nach Abschluss der Baustellen sorgt das Inrap für die Nutzung der Ergebnisse und ihre Verbreitung in der wissenschaftlichen Gemeinschaft: über 350 Forscher des Inrap arbeiten mit dem CNRS und der Universität zusammen.

Das Institut trägt in Verbindung mit diesen Institutionen zur Entwicklung des archäologischen Wissens bei. Durch die Anzahl seiner Forscher, den Umfang seiner Interventionen und die Vielzahl der gesammelten Daten spielt es in vielen Bereichen eine führende Rolle, vor allem in jenen, in denen die präventive Archäologie neue, tiefgreifende Erkenntnisse liefern kann: die Archäologie der Bevölkerungsansiedlung und -bewegung, archäologische Gebiete im Allgemeinen, die Archäologie der Ansiedlung des Menschen in seiner Umgebung, die Untersuchung der Wirtschaftsflüsse usw.

Das Inrap hat sich auch zum Ziel gesetzt, archäologische Kenntnisse der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In diesem Rahmen organisiert es zahlreiche Aufwertungsmaßnahmen, die meist in Zusammenarbeit mit Raumplanungsexperten durchgeführt werden: die Öffnung von Baustellen für die Öffentlichkeit, Ausstellungen, Veröffentlichungen, audiovisuelle Produktion, Kolloquien usw.